Über einen Hinweis in der Presse bin ich auf mymicrocredit.org aufmerksam geworden.
Aber über das Konzept, das ich hier antreffe, bin ich sehr enttäuscht.
Wie heikohaller sehe ich nicht, wie ich als sozialer Investor hier ernst genommen werde.
Wenn ich Geld
völlig zinslos zur Verfügung stellen soll, bin ich bestimmt
kein Investor, sondern allenfalls ein
Spender (inflationsbereinigt erhalte ich ja am Ende weniger zurück, als ich eingezahlt habe).
Für meine Spenden berücksichtige ich jedoch andere Projekte (so zum Beispiel
Kantha Bopahttp://www.beat-richner.ch von Beat Richner).
Als sozialer Investor erwarte ich allerdings
keinen Hochzins, aber doch einen, der wenigstens mit der normalen Verzinsung eines Bankkontos Schritt halten kann. Immerhin werden die Mikrokredite ja an die Empfänger ebenfalls mit Zinsen (und zwar mit zum Teil beträchtlichen!) ausgeliehen. Nicht heikohaller und ich verstehen den Begriff Mikrokredit «nicht richtig», sondern will_rt: Wenn es ihm ganz und gar um andere Werte als um materielle geht, ist es ihm nämlich unbenommen, sein Geld zu
spenden ...
Es gibt spezielle Fonds, die Mikrokredite vergeben. Zum Beispiel die Fonds von
Triodos oder den
responsAbility Global Microfinance Fund (EUR) der Credit Suisse.
Diese Fonds haben bloss den Nachteil, dass ich auf deren Mikrokredit-Vergabe keinerlei Einfluss nehmen kann. Bei mymicrocredit.org dagegen wüsste ich, an wen Kredite vergeben werden. Allerdings wünschte auch ich mir (neben der Aufgabe der völligen Zinslosigkeit) dass mymicrocredit.org eine viel stärkere Transparenz schafft: Zu welchen (lokalen) Zins-Konditionen und für welche Laufzeit wird der jeweilige Mikrokredit erteilt.
Ich fürchte, mymicrocredit.org hat mit dem bestehenden Konzept keinerlei Chancen. Es widerspricht ja auch völlig dem Ur-Konzept von
Muhammad Yunus. Man sollte es vielleicht umbenennen in mymicrodonation.org – aber dann wäre auch nur eine Spendensammler-Organisation mehr auf der Welt ...